Bald rezeptfrei: Die „Pille danach“

Bald rezeptfrei: Die Pille danach.

Die EU-Kommission hat vor ein paar Tagen entschieden: Die „Pille danach“ mit dem Wirkstoff Ulipristal ist künftig europaweit rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Dies hatte die europäische Arzneimittelbehörde Ema empfohlen, die für die Anwendung keine ärztliche Verschreibung erforderlich hält. Die Regelung ist auch für Deutschland bindend, gilt aber nicht sofort.

Denn erst muss für die rezeptfreie Abgabe die gesetzliche Grundlage geschaffen werden. Der genaue Termin und die möglichen Detailregelungen zur Abgabe stehen noch nicht fest. In den meisten europäischen Ländern gibt es die „Pille danach“ schon länger rezeptfrei in der Apotheke.

Sie ist nur für den Notfall gedacht und kann andere Verhütungsmethoden nicht ersetzen. In Deutschland gibt es zwei Präparate der „Pille danach“, die beide zurzeit rezeptpflichtig sind. „PiDaNa“ mit dem Wirkstoff Levon­orgestrel und „EllaOne“ mit dem Wirkstoff Ulipristal. Notfallverhütungsmittel mit Ulipristal können bis zu 120 Stunden nach dem ungeschützten Sex beziehungsweise dem Versagen anderer Verhütungsmittel eingenommen werden. Je früher die „Pille danach“‘ eingenommen wird, desto zuverlässiger wirkt sie. Sie bietet aber ebenso wie andere Verhütungsmittel keinen 100-prozentigen Schutz vor einer Schwangerschaft.

Weitere Informationen gibt’s bei
Apotheken-Umschau – Notfallverhütung: Pille danach
Stiftung Warentest – Pille danach: Bald ohne Rezept erhältlich

Quelle: ABDA

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