Lebenswichtiges Mineral: Magnesium

Liefert Magnesium: Haselnuss

Der Körper braucht Magnesium. Es unterstützt mehr als 300 Körperfunktionen. Es ist wichtig für Muskulatur, Energiestoffwechsel, Blutgefäße, Bronchien, gesunde Zähne und stabile Knochen. Allein 60 Prozent des Magnesiums speichert der Körper in den Knochen, 30 Prozent in den Muskeln. Bei Bedarf setzt er das Mineral frei.

Jedoch kann der Körper das Mineral nicht selbst herstellen, es muss durch die Nahrung aufgenommen werden. Der Tagesbedarf liegt bei Erwachsenen zwischen 300 und 400 mg. Wer sich gesund ernährt, regelmäßig und in Maßen Sport treibt und wenig Stress hat, verfügt voraussichtlich über genügend Magnesium im Körper.

Wie entsteht ein Magnesiummangel?

Es gibt allerdings Situationen und Krankheiten, bei denen besonders auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr geachtet werden sollte. Dazu gehören folgende Personengruppen:

  • Schwangere
  • Stillende
  • Jugendliche
  • Menschen unter starkem Stress
  • Leistungssportler
  • Diabetiker
  • Herzkranke
  • Alkoholiker
  • Menschen mit Essstörungen
  • Menschen mit einem erkrankten Magen-Darm-Trakt
  • Menschen, die stark schwitzen
  • Menschen mit hormonellen Störungen
  • Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen wie
    Abführmittel
    Kortison
    Entwässerungsmittel
    Pille

Wie äußert sich ein Magnesiummangel?

Sind die Speichervorräte erschöpft, reagiert der Körper mit

  • Muskel- und Wadenkrämpfen
  • Knochenschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Unruhe
  • Nervosität
  • Kopfschmerzen.

Es kann sogar zu Herzrythmusstörungen, Krämpfe der Herzmuskulatur, zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfen kommen. Die Ursachen für einen erhöhten Bedarf und eine zu geringe Magnesiumaufnahme können vielfältig sein und sollten abgeklärt werden.

Selten: Magnesiumüberversorgung

Dass dem Körper zu viel Magnesium zugeführt wird, kommt kaum vor. Gesunde Menschen scheiden das nicht benötigte Mineral einfach wieder aus. Nur bei eingeschränkter Nierenfunktion kann eine Überversorgung eintreten. Dabei kann es zu Durchfall, Lähmungserscheinungen, flacher Atmung, Übelkeit und Erbrechen, Blutdruckabfall kommen.

Foto Mandeln

Mandeln sind nach Cashewkernen die reichhaltigsten Magnesiumlieferanten unter den Nüssen.


Nahrungsmittel mit hohem Magnesiumgehalt

Schon eine bewusste Ernährung kann den Magnesiumhaushalt des Körpers verbessern. Der Speiseplan sollte daher regelmäßig folgende Produkte enthalten:

  • Vollkornprodukte
  • Müsli
  • Mineralwasser
  • Blattspinat
  • Kohlrabi
  • Kartoffeln
  • Orangen
  • Bananen
  • Nüsse
  • Sesam
  • Geflügelfleisch
  • Leber
  • Fisch
  • Hülsenfrüchte
  • grünes Blattgemüse
  • Getreideprodukte
  • Heil- und Mineralwässer
  • Sonnenblumenkerne
  • Amaranth
  • Quinoa
  • Cashewnüsse
  • Sojabohnen
  • Mandeln
  • weiße Bohnen
  • Haferflocken
  • Hirse
  • Naturreis

Magnesium als Nahrungsergänzung

Wer einen erhöhten Bedarf hat oder über längere Zeit nicht ausreichend Magnesium über die Ernährung zu sich nimmt, kann die Mineralstoffzufuhr auch durch frei verkäufliche Magnesiumpräparate ergänzen.

Am besten nach Absprache mit dem Arzt oder ausführlicher Beratung durch uns Apotheker.

Denn es sollte bei der Einnahme einiges beachtet werden: Zum Beispiel kann man die Magnesiumaufnahme des Körpers erleichtern, indem man die richtige Magnesiumverbindung wählt. Auch die Dauer der Einnahme ist wichtig. Magnesium sollte nicht nur eingenommen werden bis die Beschwerden wieder abklingen, sondern darüber hinaus. Es kann einige Wochen dauern, bis die Speicher wieder voll aufgefüllt sind.

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