Neue App hilft bei Verhütung mit der Pille

Die Pille ist eines der sichersten Verhütungsmittel – aber nur, wenn sie regelmäßig eingenommen wird. Wechselnde Tagesabläufe oder Schichtdienst führen nicht selten zu Pannen. Damit kann jetzt Schluss sein: Die neue App „Vergissmeinnicht“ erinnert Mädchen und Frauen an die pünktliche Einnahme. Und wenn es doch mal zu Verhütungsfehlern kommt, gibt die App Hinweise, was zu tun ist.

Regelmäßig die Pille einzunehmen, klingt ganz selbstverständlich – ist aber gar nicht so einfach. Was tun, wenn eine Pillenpanne eingetreten ist? Wie und wo bekomme ich die „Pille danach“? Die kostenlose und werbefreie App erinnert rechtzeitig und diskret an die nächste Pilleneinnahme und gibt Hinweise, was bei einer Verhütungspanne getan werden kann.

Laut einer repräsentativen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung von 2015 geben 24 Prozent der 14- bis 25-jährigen Mädchen und jungen Frauen an, die „Pille danach“ schon einmal eingenommen zu haben. In der überwiegenden Mehrheit nur ein einziges Mal. Zwei Drittel der Betroffenen benennen eine Verhütungspanne als Grund: Die Einnahme der normalen Verhütungspille wurde vergessen, das Kondom ist gerissen oder verrutscht. Mehr als ein Drittel der befragten Mädchen und jungen Frauen hat schon einmal vergessen, die Pille einzunehmen.
Bei einer Pillenpanne gibt es die Möglichkeit, die „Pille danach“ einzunehmen – je früher desto besser. Die „Pille danach“ gibt es rezeptfrei in Apotheken – schnell, unkompliziert und mit fachlicher Beratung.

„Vergissmeinnicht“ wurde für Android-Geräte entwickelt und kann unter www.bzga.de/vergissmeinnicht heruntergeladen werden. Die App funktioniert denkbar einfach: Je nachdem, welches Pillenpräparat die Frau einnimmt, kann sie in den Einstellungen zwischen einer 21- oder 28-Pillen-Packung wählen. Dann muss nur noch mittels der Kalenderfunktion der aktuelle Zyklustag eingegeben und die gewünschte Einnahmezeit eingestellt werden. Das „Memo“ von „Vergissmeinnicht“ erinnert dann täglich zur festgelegten Zeit an die Pille.

Die App wurde gemeinsam von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Kooperation mit der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) und dem pro familia Bundesverband entwickelt.

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